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Basisgruppe

  • Versorgungsstruktur: Mittlerer Versorgungsgrad. Die Mahlzeiten werden gemeinsam zubereitet. Grad der Unterstützung bei Zimmer- und persönlicher Hygiene richtet sich nach den unterschiedlichen Fähigkeiten und Bedürfnissen
  • Örtlicher Rahmen: Offene Wohneinheit mit Bewohnerzimmern auf verschiedenen Stock-
    werken im Haus Hochdorfer Straße 14
  • Personelle Ausstattung: 4 Mitarbeiter mit je 50% - 75% Stellendeputat, 1 Zivildienstleistender mit 50 % Stellendeputat
  • Gruppengröße: Die Basisgruppe bietet Platz für 12-14 Bewohner

Fernsehzimmer
In den meisten Fällen ist die Basisgruppe Eingangsgruppe für neue Bewohner, soweit nicht im Vornherein eine andere Gruppe dem Hilfebedarf besser entspricht. Auch das Probewohnen findet zumeist durch die Basisgruppe begleitet statt.
Die Bewohner der Basisgruppe können, sofern sie nicht an einer WfB-Maßnahme oder einer externen AT-Maßnahme teilnehmen, die tagesstrukturierenden Arbeitsangebote Holzwerkstatt oder Küchengruppe der Arche besuchen.

Es werden Förder- und Freizeitgruppen angeboten, die zur Strukturierung des Tages- und Wochenablaufs dienen und die einen Gruppenprozess fördern können.
Bewohner, die nicht in einer WfB zu Mittag essen, können am gemeinsamen Mittagessen teilnehmen, welches die Küchengruppe zubereitet.

1. Konzeptionelle Idee der Basisgruppe

Die Basisgruppe ist eine Wohneinheit mit mittlerem Versorgungsgrad.
Die Gruppe ist bezüglich Alter, Krankheitsbilder und Interessen der einzelnen Bewohner eher heterogen. Zentrale Themen in der Basisgruppe sind: Arbeit/Beschäftigung und Erhalt, bzw. Ausbau alltagspraktischer Fähigkeiten, des weiteren die Auseinandersetzung mit der Erkrankung. Die Art der Hilfen und die persönliche Ziele werden in einer individuellen Hilfeplanung mit dem Bewohner besprochen, festgelegt und regelmäßig überprüft.

2. Ziel

Ziel ist die möglichst konfliktarme und selbstständige Bewältigung des Alltags, wobei Körperhygiene, Zimmerpflege, die Reinigung der gemeinschaftlich genutzten Räume sowie das Bereitstellen von Mahlzeiten an Wochenenden und Feiertagen im Vordergrund stehen.
Durch einen wöchentlichen Gesprächskreis sowie einer Organisationsrunde wird angestrebt, dass möglichst viele Bewohner der Basisgruppe an den jeweils zu treffenden Entscheidungen mitwirken können und sollen. Übergeordnetes Ziel dieser Gruppe ist es, einen Raum zu schaffen um soziale Kompetenz zu erlernen und auszuüben, sowie das Selbstwertgefühl zu stärken.

3. Prinzipien

Entscheidungen werden innerhalb der Gruppe ( Bewohner und Mitarbeiter) gemeinsam getroffen, der Einzelne kann auf Prozesse und Entscheidungen maßgeblich Einfluss nehmen. Ressourcenorientiertes Denken und Handeln sowie ein möglichst selbstständiger und verantwortungsvoller Umgang mit allen relevanten Themen des täglichen Lebens.

4. Angebote

4.1. Alltagspraktische Fähigkeiten
Einmal in der Woche werden, durch Mitarbeiter begleitet, die persönlichen und die gemeinsam genutzten Räume gereinigt. In individueller Absprache werden die Bewohner je nach Fähigkeiten unterstützt oder angeleitet oder können die Aufgaben eigenverantwortlich erledigen.
In gemeinsamen Gesprächen sollen die Bewohner angeregt werden, sich über die Gestaltung ihres Umfeldes (eigenes Zimmer, gemeinsam genutzte Räume ) Gedanken zu machen.

Jeder Bewohner soll befähigt werden, möglichst selbstständig Frühstück und Abendessen für die Gruppe zu richten. Jeweils zwei Bewohner sind am Wochenende gemeinsam für das Mittagessen zuständig. Von ihren Fähigkeiten ist es abhängig, wie aufwändig das Essen und wie selbstständig die Aufgabe geplant und durchgeführt wird.

4.2. Gesprächskreis
Einmal wöchentlich findet in der Basisgruppe ein Gesprächskreis statt, der von zwei Mitarbeitern geleitet wird. Die Gruppe bietet ein Forum, um sich über individuelle oder gemeinsame Probleme, aber auch über positive Erfahrungen auszutauschen, die Anderen besser kennen zu lernen sowie ein Gefühl der Gruppenzugehörigkeit zu entwickeln. Die Themen, die besprochen werden, sollen aus der Gruppe kommen, der Mitarbeiter hat hauptsächlich moderierende Funktion.

4.3. Individuelle Betreuung
Jeder Bewohner hat für die persönliche und individuelle Betreuung einen Bezugsmitarbeiter, der auch federführend für die individuelle Hilfeplanung nach IBRP verantwortlich ist.
Es finden regelmäßige Gespräche mit dem Bezugsmitarbeiter statt, die dem Bewohner einen Rahmen bieten können, um für sich alleine und losgelöst von der Gruppensituation persönliche Belange des Alltags und der Arbeit besprechen zu können.
Den extern arbeitenden Bewohnern steht ein Mitarbeiter zur Verfügung, der den Kontakt zu den Arbeits- und Beschäftigungsangeboten hält.

4.4. Förder- und Freizeitgruppen
Die Bewohner der Basisgruppe haben die Möglichkeit, wöchentlich an Förder- und Freizeitgruppen teilzunehmen. Themen und Inhalte der angebotenen Gruppen wechseln in regelmäßigen Abständen und bewegen sich vor allem innerhalb der Bereiche Bewegung, Ernährung, kreative Angebote, Teilnahme am gesellschaftlichem Leben, Kultur.

5. Arbeit

Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil der tagesststrukturierenden Maßnahmen. Arbeit kann sowohl im Rahmen einer der Arbeitsgruppen im Haus als auch außerhalb in einer WfB wahrgenommen werden.

6. Arztbesuch und Medikamente

Ein möglichst selbstständiger Umgang mit Medikamenten, Arztbesuchen, Terminvereinbarungen und den damit verbundenen Verordnungen wird angestrebt. Dies geschieht in Absprache und mit Begleitung durch Mitarbeiter.

7. Wohnen, Haushalt, Pläne

Anfallende Arbeiten und Aufgaben im Bereich Wohnen und Haushalt werden mit den Mitarbeitern geplant, begleitet und durchgeführt.

8. Verbindung zur Hausgemeinschaft der Arche

  • Monatliche Hausversammlung der Arche (mit Vorbereitung)
  • Gemeinsame Feste
  • Gemeinsame Urlaube und Ausflüge
  • Gruppenübergreifende wöchentliche Freizeitangebote
  • Inanspruchnahme sämtlicher Archemitarbeiter im Präsenzdienst

9. Funktion und Schwerpunkte der Mitarbeiter

  • Federführung bei der Individuellen Hilfeplanung nach IBRP
  • Gruppenprozesse beobachten, bewerten, lenken
  • Gruppen- und Einzelgespräche führen: Beratung, Klärung, Verarbeitung von Konflikten
  • Anleitung und Begleitung von Zeitmitarbeitern (ZDL, FSJ, Praktikanten)
  • Kontakte zu Angehörigen, gesetzlichen Betreuern, Behörden und Ärzten
  • Kommunikation mit dem Arche Gesamtteam